August 31, 2017

Kino: HERZSTEIN [Hjartasteinn]

[...] Der Film verzichtet darauf, Eindrücke isländischer Alltags- und Landschaftstristesse in einen unmittelbaren psychologischen Zusammenhang mit den inneren Konflikten der Figuren zu bringen. Sie stehen auf raue, poetische Art für sich. Für ein Erstlingswerk ist so viel Offenheit bemerkenswert, entschieden setzt Guðmundsson auf Understatement statt Aufdringlichkeit. Anders als viele andere schwul-lesbische Jugendfilme, die mit allzu bewährten Erzählmustern hantieren, überlässt "Herzstein" die Zuschauer_innen weitgehend sich selbst. Seine Geschichte und ihre Figuren wagen sich vor ins Ungewisse. [...]

weiterlesen

August 29, 2017

Was Blockbuster von Terminator 2 lernen können

Nach "Titanic" bringt James Cameron jetzt auch "Terminator 2" in einer 3D-Version auf die große Leinwand zurück. Der Film erinnert an Hollywood-Spektakel, die ihr Publikum noch nicht systematisch unterforderten.

weiterlesen

August 27, 2017

August 23, 2017

Zuletzt gesehen: FAHR ZUR HÖLLE, SCHWESTER (2002)

Ein "What Ever Happened to Baby Jane?"-Remake mit Iris Berben und Hannelore Elsner, gedreht von Oskar Roehler für RTL – das dürfte als Prämisse eines deutschen Fernsehfilms recht sicher ohnegleichen sein. Derangiert jedenfalls geht es in "Fahr zur Hölle, Schwester" (grandioser Titel!) allemal zu. Overacting-Queen Hannelore Elsner hat sich unter ihr rechtes Auge eine Träne tätowieren und auf die Stirn "Fuck" schreiben lassen, steht mit einer Flying V vor riesigen Marshall-Amps und trällert kiffend zu Hendrixx oder Led Zeppelin, gereicht ihrer (von Berben gar nicht Crawford-like, eher fernsehgerecht gespielten) Schwester deren abgetrennten Fuß zum Abendbrot und führt am Ende einen Stepptanz im Tutu auf. Kurzum: Elsner tanzt und feixt und grimassiert sich dankbar durch den Davis-Part, sodass man nicht anders kann, als sich wieder einmal in sie zu verlieben. Oskar Roehler bringt passende Reminiszenzen von Hitchcock über Laughton unter, einiges an Insekten und Kunstblut, natürlich auch vulgäre Ideen, die er bestimmt wieder saugeil fand. Normalerweise nähern sich seine Geschichten großspurig der Grenze zum Camp, um sie dann kleinlaut nicht übertreten zu wollen. Das ist hier definitiv anders, von kontrolliertem Wahnsinn keine Spur. Damals hätte Roehler ein interessanter Filmemacher werden können.

Die Flatrate als Rettung des Kinos

Täglich Kino für nicht einmal 10 Dollar monatlich – das ermöglicht in den USA jetzt ein zukunftsträchtiges Modell, das Kino wieder attraktiv und vor allem bezahlbar machen will. Nicht nur der aktuellen Besucherflaute ließe sich damit entgegenwirken.

weiterlesen

August 21, 2017

August 17, 2017

Zum 30-jährigen Jubiläum von Dirty Dancing

Mit "Dirty Dancing" kam vor 30 Jahren einer der erfolgreichsten Tanzfilme aller Zeiten in die Kinos. Seiner Popularität stehen bis heute Vorbehalte gegenüber, die Patrick Swayze und Jennifer Grey noch immer mühelos wegtänzeln.

weiterlesen

August 11, 2017

Wie Filmemacher das Kino zurückerobern

Während sich Franchise-Maschinen ins Aus rattern und große Studios mit Regisseuren überwerfen, feiern unverwechselbare Filmemacher beachtliche Erfolge. In Hollywood, scheint es, darf endlich wieder Kino gemacht werden.

weiterlesen