Juni 21, 2017

Kino lieben heißt Kino zerlegen

Ist das Internet eine Brutstätte verächtlicher Geschmacksurteile, die die Filmkunst mit Füßen treten? Darüber diskutierten kürzlich Teile der deutschsprachigen Cinephilie auf Facebook. Anlass war die Wortmeldung eines bekannten Filmwissenschaftlers, der "aggressiv anmutende Abqualifizierungen" künstlerischer Werke in Online-Reviews beklagte. Den Verfassern fehle der "Respekt vor dem Filmemachen", ihre missfällige Kritik habe "meist mehr mit den Personen selbst als mit den Werken" zu tun. Die "hasserfüllte Aburteilungskultur" ließe sich demnach zurückführen auf "mangelnde Resonanz" und eine "Unfähigkeit, selbst schöne Dinge zu erschaffen". Willkommen beim Bullshit-Bingo der Filmkritik. [...]

weiterlesen

1 Kommentar:

  1. Hab leider nur schmeichelnde Kritik für diesen Artikel. Verstehe aber nicht ganz wie es zu dieser Diskussion kam, Kritikfähigkeit ist eine der wichtigsten Fertigkeiten zur Selbstständigkeit. Sollen sie doch ins bemutterte Bällchenparadies und sich für ihre Arbeit kraulen, das hilft wirklich niemandem.

    AntwortenLöschen